Postwurfsendung No. 26
– Die weiteren Aussichten –
Das letzte Viertel des Jahres beginnt und damit wird es nicht nur früher dunkler, sondern auch die ersten Lebkuchen liegen bereits in den Läden. Zeit also, auf das zu blicken, was die kommenden Monate noch bringen werden, ehe das erste Viertel dieses noch jungen Jahrtausends dann endgültig zu Ende geht.
Da der Sommer sich nun so langsam verabschiedet und wir uns, wie bereits erwähnt, unerbittlich der finsteren Jahreszeit nähern, Das Bureau nun in allen seinen möglichen Daseinsformen erschienen ist und die Blätter demnächst gelb werden, wird es auch bei den Postwurfsendungen mal wieder zu kleineren Veränderungen kommen.
Die Kaps will nämlich wirklich (wirklich) mehr Depeschen aus Xarelien verschicken. Schließlich hatte sie sich im Januar sogar einen ausgeklügelten Plan für dieses Jahr zurechtgelegt. Doch hat dieser Plan ein ähnliches Schicksal erlitten wie der Vorsatz zwei zeitgenössische Romane und den Hesperus von Jean Paul zu lesen: Er wurde nicht umgesetzt. Weshalb im Oktober anstelle einer Postwurfsendung passend zu Halloween ein Märchen aus dem Freien Königreich in Ihrem elektronischen Briefkasten landen wird. Das übrigens auch nicht auf dem ausgeklügelten Plan stand. Dort stand nur ansatzweise die Sache mit dem Rakelsoog. Nun ja, das mit den Plänen und der Kaps ist irgendwie so eine Sache … die geneigte Leserschaft erkennt vermutlich inzwischen ein gewisses Muster.
Immerhin ist die Kaps (noch) mit ihrem Marketingexzess für Das Bureau auf Instagram voll im Plan. Und das ist ja auch schon was. Das wollen wir jetzt mal ausdrücklich loben.
Ansonsten wurschtelt sie fleißig, wenn auch langsam, an Opus No. 4 weiter. Inzwischen sind sage und schreibe sechzehn Kapitel fertig. Und weil im Laufe der weiteren Plot-Planungen erneut zwei Kapitel vorerst im Schreiborkus verschwunden sind, beläuft sich die Gesamtzahl der Kapitel derzeit auf 30. Was so viel heißt, dass wir uns unverhofft bereits in der zweiten Hälfte des Werks befinden. Juchhe.
Damit wir nun aber nicht übermütig werden oder gar leichtsinnig das Schreibtempo erhöhen – schließlich kann niemand wirklich wollen, dass der Erstentwurf noch in diesem Jahr beendet wird –, befasst sich die Kaps ausführlichst mit Recherche. Oder mit Prokrastination. Je nach dem wie man es sehen oder benennen will. Denn es ist nun wirklich nicht so, dass das Heidelberger Schloss etwa eine tragende Rolle in der Geschichte spielen wird. Aber das soll uns nicht davon abhalten, dass wir uns intensiv damit beschäftigen, wie und wann und warum es zerstört wurde und vor allem wie es in seiner einstigen Pracht und Opulenz aussah … bevor wir allerdings noch weiter abschweifen und uns in romantischen bzw. kunsthistorischen Schwärmereien ob der berühmten Ruine ergehen – hier der Zwischenstand bei den Wortklaubereien:
Opus No. 3 (Arbeitstitel Blut, Schweiß und Tränen aka Auf Eis gelegt): 72.651 Wörter; 6/52 Kapitel
Opus No. 4 (Arbeitstitel Crazy Hühnerbuchhandlung): 73.857 Wörter; 16/30 Kapitel
Womit die Hühnerbuchhandlung die Wortanzahl der auf Eis gelegten Textruine Blut, Schweiß und Tränen überschritten hat. Weshalb wir uns ein weiteres Juchhe gönnen.
Für viele ist der Sommer ja die Lesezeit schlechthin, doch müssen an dieser Stelle all jene, die auf einen neuen Beitrag aus der Rubrik Salon literarischer Skurrilitäten gehofft haben, auf eine zukünftige Postwurfsendung vertröstet werden. Die Kaps war leider im August vornehmlich damit befasst, Bücher zwar anzulesen, sie aber nach kurzer Zeit aus diversen Gründen abzubrechen. Darum bleibt hier nur das Symbolbild ungelesener (bzw. abgebrochener und auf erneutes Lesen harrender) Bücher, die ein wunderbares Stillleben mit dem neuesten Vorhang im Hause der Kaps bilden. Wobei der Vorhang so neu nicht ist, sondern aus den Truhen und Schränken der Ahnen stammt, wo er seit den siebziger Jahren friedlich ruhte, ehe er wieder ans Tageslicht gezerrt und an die Stange gehängt wurde.
Und auch heute entlasse ich Sie wieder mit einer Weisheit aus der Wundertüte der Weltliteratur aka der derzeitigen (bislang nicht abgebrochenen) Lektüre unserer Autorin:
»Trust old ladies to drug you with something delicious.«
(L. L. Starling, Between)
Postskriptum
Für alle, die ihre Bücher gerne auf elektronische Weise konsumieren, sei erwähnt: Auch das eBook des Bureaus kann inzwischen käuflich erworben oder über Bibliotheken-Apps ausgeliehen werden. In diesem Sinne:






Hallo Mona. Wollte dir gerne ein like geben, aber das geht gar nicht. Hast du das bewusst ausgeschaltet? Sorry für die vielleicht dumme Frage, aber ich bin noch neu hier und habe mich gefragt, ob ich was falsch mache